Souvenirs von Charkiw bis Lwiw: Ausstellungseröffnung und 15-Jahrfeier translit e.V.
Seit 2010 bietet der Verein translit ukrainischer Literatur im
deutschsprachigen Raum eine Lobby. Die Vereinsmitglieder haben sich zur
Aufgabe gemacht, Texte, Autor:innen und aktuelle gesellschaftliche
Themen in die Öffentlichkeit zu rücken.
Am
Montag, den 9. Februar 2026, laden wir daher ab 19.30 Uhr in das
Literarische Colloquium am Wannsee ein, um gemeinsam auf anderthalb
Jahrzehnte unserer Arbeit zurückzublicken. Zeitgleich bildet der Abend
den Auftakt der Souvenir-Ausstellung, in der Autor:innen aus Belarus und
der Ukraine persönliche Erinnerungsstücke präsentieren. Die Ausstellung
ist bis zum 21. Mai 2026 in den Räumlichkeiten des LCB zu sehen.
Kern
des Abends bildet ein Gespräch mit Claudia Dathe (translit), Natalka
Sniadanko (Schriftstellerin, Universität Leipzig) und Tetiana Pylypchuk
(Literaturmuseum Charkiw). Im Zentrum steht dabei die Rolle von Objekten
als Träger kulturellen Gedächtnisses vor dem Hintergrund des russischen
Angriffskriegs gegen die Ukraine. Erörtert werden Strategien, wie
Museen auch ohne zur Schau gestellte Exponate Literatur vermitteln
können, wie mittels Digitalisierung neue Zugänge zu Sammlungen eröffnet
werden und wie durch internationale Kooperationen Aufmerksamkeit und
Interesse außerhalb der Ukraine erzeugt und so Kulturgut geschützt
werden kann.
Kateryna Rietz-Rakul (Direktorin Ukrainisches Institut Berlin) wird Grußworte sprechen, begleitet wird das Gespräch vom in Berlin lebenden und in Charkiw geborenen Musiker Yuriy Gurzhy sowie dem Charkiwer Banduristen und Verleger Oleksandr Savchuk.
Ort: Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin
Tickets: 9 € / 5 €, auch an der Abendkasse