Olga Kobylanska

war in der Bukowina beheimatet und spielte eine wichtige Rolle innerhalb der literarischen und kulturellen Prozesse des ukrainischen Fin de Siècle. Während zu Sowjetzeiten ihre im ländlichen Milieu angelegten Werke fokussiert und für sowjetideologische Narrative vereinnahmt wurden, drehen sich aktuelle Analysen und Diskussionen vorrangig um ihre frauenbewegten, nationalemanzipatorischen Diskurse sowie die Brückenfunktion ihrer an die europäische Moderne anknüpfenden Ästhetik für die Entwicklung der ukrainischen Literatur. Ihre auf Deutsch und Ukrainisch verfassten Werke inszenieren die vielkulturelle und soziohistorische Beschaffenheit der Bukowina Ende 19., Anfang 20. Jahrhundert aus einer ukrainischen Perspektive.